Parität jetztDemokratie braucht die Stimmen von Frauen

Beim zweiten Aktionstag „Parität Jetzt“ wurde erneut deutlich: Die gleichberechtigte politische Teilhabe von Frauen bleibt eine der zentralen Herausforderungen unserer Demokratie.

Trotz vieler Fortschritte sind Frauen in Parlamenten noch immer nicht entsprechend ihrem Anteil an der Bevölkerung vertreten. Vielmehr ist ihr Anteil in einigen Parlamenten zuletzt sogar zurückgegangen.

Für die dbb frauen ist die Forderung nach mehr politischer Repräsentanz von Frauen deshalb untrennbar mit dem Einsatz für Chancengleichheit und Teilhabe verbunden. Frauen prägen den öffentlichen Dienst auf allen Ebenen und tragen täglich Verantwortung für das Funktionieren unseres Gemeinwesens. Diese Verantwortung muss sich auch in politischen Entscheidungsstrukturen widerspiegeln.

Parität ist kein Privileg, sondern ein demokratisches Versprechen

„Frauen stellen mehr als die Hälfte unserer Gesellschaft. Es kann deshalb nicht akzeptiert werden, dass sie in politischen Entscheidungsgremien weiterhin deutlich unterrepräsentiert sind. Eine moderne Demokratie muss die Lebensrealitäten von Frauen sichtbar machen und ihre Perspektiven gleichberechtigt in politische Entscheidungen einbeziehen“, betonte Milanie Kreutz, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, am 24. Juni 2026 auf der Veranstaltung. “Parität ist kein Privileg. Sie ist ein demokratisches Versprechen.”

Die Veranstaltung vor dem Reichstag in Berlin erinnerte daran, dass Gleichberechtigung nie selbstverständlich war und auch heute nicht selbstverständlich ist. Viele Rechte, die Frauen heute besitzen, wurden über Jahrzehnte hinweg erkämpft. Dieser Einsatz bleibt auch künftig notwendig. Besonders gewürdigt wurde während der Veranstaltung das Vermächtnis von Rita Süssmuth, die sich bis zuletzt mit großer Leidenschaft für die Parität in Parlamenten eingesetzt hat. Ihr Engagement steht beispielhaft für den langen Weg, den Frauen für mehr Gleichberechtigung gegangen sind – und weiterhin gehen.

Nicht nachlassen

„Parität ist keine Frage von Symbolpolitik, sondern von demokratischer Gerechtigkeit. Solange Frauen nicht gleichberechtigt an politischen Entscheidungen beteiligt sind, bleibt unsere Demokratie hinter ihren Möglichkeiten zurück. Deshalb dürfen wir nicht nachlassen, für echte Teilhabe einzutreten“, erklärte Valentina van Dornick, Beisitzerin der dbb frauen.

Die dbb frauen werden sich auch weiterhin dafür einsetzen, Frauen auf ihrem Weg in politische Verantwortung zu unterstützen, bestehende Hürden abzubauen und die tatsächliche Gleichstellung in Politik, Gesellschaft und Arbeitswelt voranzubringen. Denn Gleichberechtigung entsteht nicht von allein – sie braucht Engagement, Ausdauer und starke Stimmen.

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