Vom 3. bis 6. September 2026 kamen die DJG Frauen zu einer abwechslungsreichen und engagierten Tagung zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Themen und gemeinsame Projekte.
Ein wichtiger Programmpunkt war der Vortrag zum Thema „Vorsicht Teilzeitfalle“ des Vorsitzenden des dbb Saarlandes Sascha Alles. Dabei wurde beleuchtet, welche Auswirkungen eine Teilzeitbeschäftigung auf Einkommen, berufliche Entwicklung, Altersvorsorge und die persönliche Absicherung haben kann. Die anschließende Diskussion zeigte, wie unterschiedlich die Erfahrungen der Teilnehmerinnen sind und wie wichtig gute Rahmenbedingungen sowie eine individuelle Beratung für Beschäftigte in Teilzeit bleiben.
Darüber hinaus tauschten sich die Teilnehmerinnen intensiv zu aktuellen Tarifthemen mit Karen Altmann, stv. Bundesvorsitzende der DJG und Vorsitzende der BTK, aus. Gemeinsam wurden Entwicklungen eingeordnet, Fragen aus dem Arbeitsalltag besprochen und Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen zusammengetragen. Der Austausch machte deutlich, wie wertvoll die Vernetzung und die gemeinsame Interessenvertretung sind.
Ein weiterer Schwerpunkt der Tagung war das Thema mobile Arbeit und Telearbeit. Die Teilnehmerinnen tauschten ihre Erfahrungen mit flexiblen Arbeitsmodellen aus und diskutierten sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen, die damit verbunden sind. Dabei ging es unter anderem um die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, eine gute technische Ausstattung sowie die Bedeutung klarer Absprachen und verlässlicher Kommunikation im Team.
Deutlich wurde: Mobile Arbeit kann mehr Flexibilität und Selbstbestimmung ermöglichen. Gleichzeitig braucht sie geeignete Rahmenbedingungen, gegenseitiges Vertrauen und einen regelmäßigen persönlichen Austausch. Die Teilnehmerinnen berichteten aus ihrem Arbeitsalltag und entwickelten gemeinsam Ideen, wie Zusammenarbeit auch über räumliche Distanz hinweg gut funktionieren kann.
Ein weiterer wichtiger Themenbereich waren Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger. Viele Menschen bringen vielfältige berufliche Erfahrungen, neue Sichtweisen und besondere Kompetenzen in ihren Berufsfeldern ein. Der Wechsel in ein neues Tätigkeitsgebiet ist jedoch häufig mit Fragen und Herausforderungen verbunden. Diskutiert wurde deshalb, wie Quereinsteiger besser unterstützt, willkommen geheißen und gezielt in bestehende Strukturen eingebunden werden können.
Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere Einarbeitung, Qualifizierung und persönliche Begleitung. Ein guter Einstieg, feste Ansprechpartner und eine offene Willkommenskultur können entscheidend dazu beitragen, dass neue Kolleginnen und Kollegen ihre Fähigkeiten schnell einbringen und sich langfristig wohlfühlen. Auf der anderen Seite stehen die einarbeitenden Kollegen, die bereits über den Maßen belastet sind und eine Einarbeitung unter erschwerten Bedingungen gewährleisten sollen.
Kreativ wurde es beim Entwurf eines neuen Flyers. In engagierter Zusammenarbeit wurden erste Ideen zu Gestaltung, Inhalten und Zielgruppen entwickelt. Von Bildern, die die Vielfalt widerspiegeln sollen, über ansprechende Texte wurden alle Komponenten des Flyers intensiv besprochen und diskutiert. Der Flyer soll künftig über die Arbeit und die Angebote der DJG-Frauen informieren und weitere Kolleginnen ansprechen. Mehr Frauen in die Gewerkschaftsarbeit zu bringen, ist ein weiteres Ziel der Arbeit.
Auch die Überarbeitung der Internetseite stand auf der Tagesordnung. Die Teilnehmerinnen sammelten Vorschläge für eine übersichtlichere Struktur, aktuelle Inhalte und eine ansprechende Darstellung. Ziel ist es, Informationen künftig noch leichter zugänglich zu machen und die Aktivitäten der DJG-Frauen sichtbarer zu präsentieren. Die erste Begrüßung ist immer entscheidend und soll Interesse an mehr wecken.
Neben den fachlichen Themen kam der persönliche Austausch nicht zu kurz. Die Tagung bot zahlreiche Gelegenheiten, Kontakte zu vertiefen, Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen. Gerade diese Mischung aus Information, Diskussion und Gemeinschaft machte die Veranstaltung zu einem wertvollen Erlebnis.
Am Ende der vier Tage stand fest: Die Tagung war geprägt von engagierten Diskussionen, konstruktiven Ideen und einem starken Gemeinschaftsgefühl. Mit neuen Impulsen und viel Motivation kehrten die Teilnehmerinnen in ihren Alltag zurück – bereit, die gemeinsamen Themen weiter voranzubringen.
Verfasserin: Bianca Korbanek