Teilhabe von Frauendbb frauen im Gespräch mit Bundesministerin Prien
Im Rahmen eines Austauschs im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erörterte die dbb frauen-Chefin Milanie Kreutz gemeinsam mit Vertreterinnen weiterer Frauenverbände mit Bundesministerin Karin Prien aktuelle Herausforderungen und Handlungsbedarfe in der Gleichstellungspolitik.
Bei dem Gespräch am 12. Februar 2026 kritisierte Milanie Kreutz die aktuelle Diskussion um Teilzeitarbeit: „Gerade für Frauen ist Teilzeit kein ‚Lifestyle‘, sondern eine Notwendigkeit. Denn es sind meistens Frauen, die die unbezahlte Sorgearbeit übernehmen. Somit bleibt ihnen häufig die Teilzeit als einzige Möglichkeit zur Erwerbstätigkeit.“ Es sei daher wichtig zu überlegen, wie man die Erwerbstätigkeit insgesamt steigern könne. Die Regierung müsse entsprechende Anreize setzen. „Arbeit muss sich lohnen“, forderte Kreutz. Dazu gehöre auch, Minijobs zugunsten der Erwerbstätigkeit zu reformieren. Es müsse attraktiver sein, in Teilzeit oder Vollzeit zu arbeiten, statt auf Minijob-Basis, erkläre Kreutz.
Eine höhere Erwerbstätigkeit für Frauen stärkt nicht nur ihre individuelle ökonomische Unabhängigkeit, sondern kommt der gesamten Volkswirtschaft zugute: Aktuelle wirtschaftswissenschaftliche Berechnungen zeigen, dass zusätzliche 600.000 Vollzeitäquivalente bis zum Jahr 2030 zu einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um rund 60 Milliarden Euro führen könnten. Zufälligerweise sind diese 600.000 auch die Menge an Stellen, die dem öffentlichen Dienst aktuell fehlen.
„Wir müssen die wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Teilhabe von Frauen steigern“, hob die dbb frauen-Chefin hervor. „Der öffentliche Dienst hat dabei eine Vorbildrolle. Er muss zeigen, dass flexible Arbeitszeitmodelle und Laufbahnen funktionieren. Daran orientiert sich auch die Privatwirtschaft.





