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Offener Brief des Bündnisses Sorgearbeit fair teilen

„Partnerschaftlichkeitspaket“ jetzt finanzieren

In einem offenen Brief des Bündnisses Sorgearbeit fair teilen unterstützen die dbb frauen die Forderung nach Maßnahmen zur fairen Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit.

„Wir als Bündnis Sorgearbeit fair teilen haben begrüßt, dass die Koalition sich das Ziel gesetzt hat, in diesem Jahrzehnt die Gleichstellung von Frauen und Männern zu erreichen. Zudem haben wir ausdrücklich positiv bewertet, dass Maßnahmen wie beispielsweise die bezahlte Freistellung für Väter und zweite Elternteile nach Geburt, die geplante Entgeltersatzleistung für Pflegezeiten oder das Gutscheinsystem für haushaltsnahe Dienstleistungen Männern und Frauen erleichtern sollen, Erwerbs-, Haus- und Sorgearbeit fair zu verteilen“, heißt es in einem offenen Brief des Bündnis Sorgearbeit fair teilen, den auch die dbb frauen am 7. Dezember 2022 an den Bundeskanzler Olaf Scholz, die Bundesfamilienministerin Lisa Paus sowie an weitere Mitglieder der Bundesregierung verschickt haben.

Das Bündnis, zu dessen Gründungsmitgliedern die dbb frauen gehören, kritisiert in seinem Schreiben insbesondere, dass auch ein Jahr nach Unterzeichnung des Koalitionsvertrages, keine der darin verankerten Maßnahmen zur Verringerung der Sorgelücke zwischen den Geschlechtern den Status des Gesetzgebungsverfahrens erreicht habe.

„Mit unserem offenen Brief erinnern wir die Regierungsparteien an ihr ambitioniertes Koalitionsziel, die Gleichstellung der Geschlechter bis 2030 zu erreichen. Es wird Zeit, dass in der Politik bezahlte Erwerbs- und unbezahlte Sorgearbeit von Frauen und Männern konsequent zusammengedacht werden. Die Gleichstellung der Geschlechter muss jetzt auf die politische Agenda. Denn sie ist Teil der Lösung der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Krisen, in denen wir uns befinden. Dafür setzen wir uns im Bündnis Sorgearbeit fair teilen ein,“ betonte Milanie Kreutz, Vorsitzende der dbb frauen und stellvertretende dbb Bundesvorsitzende, die den offenen Brief mitzeichnet.

Konkret fordert das Bündnis die Finanzierung eines „Partnerschaftlichkeitspakets“, das im Kern drei Maßnahmen beinhaltet:

  • die Einführung einer zweiwöchigen vergüteten Freistellung für Väter bzw. zweite Elternteile direkt nach der Geburt des Kindes
  • den Ausbau der nicht übertragbaren Elterngeldmonate
  • die Verlängerung des elternzeitbedingten Kündigungsschutzes

 

Hintergrund

Das zivilgesellschaftliche Bündnis Sorgearbeit fair teilen setzt sich für die geschlechtergerechte Verteilung unbezahlter Sorgearbeit im Lebensverlauf ein. Seine 26 Mitgliedsverbände haben sich zum Ziel gesetzt, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft für den Gender Care Gap und seine Auswirkungen zu sensibilisieren und sich für die Schließung der Sorgelücke einzusetzen.

 

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