• Jugend gegen Befristung
    In der Einkommensrunde 2014 für Bund und Kommunen wird der dbb die Befristungspraxis im öffentlichen Dienst zum Thema machen. Wie hier bei einer Demo der dbb jugend vor dem Bundesfinanzministerium im Dezember 2013.

Einkommensrunde 2014 für Bund und Kommunen:

Unbefristete Übernahme im Fokus

Die unbefristete Übernahme der Auszubildenden steht für den dbb in der kommenden Einkommensrunde für Bund und Kommunen im Fokus. Das hat der Zweite dbb Bundesvorsitzende und Fachvorstand Tarifpolitik Willi Russ in der Zeitung „Die Welt“ (Ausgabe vom 31. Januar 2014) deutlich gemacht. „Unsere Jugend ist ganz heiß darauf, das Thema nach draußen zu tragen“, sagte Russ. Die unbefristete Übernahme koste „die Arbeitgeber doch nichts, da sie die Azubis ohnehin dringend brauchen“.

Der dbb rechnet damit, dass es in den nächsten 15 Jahren wegen der demografischen Entwicklung eine Personallücke von rund 700.000 Beschäftigten geben wird, insbesondere im kommunalen Bereich. Aktuell fehlten dort bereits 25.000 Beschäftigte: Allein bei der Feuerwehr klafft eine Lücke von 5000 Mitarbeitern, auch 1500 Lebensmittelkontrolleure und 3000 Erzieher fehlen.

Bisher werden Azubis im öffentlichen Dienst in der Regel aber nur für ein Jahr übernommen. Angesichts des Fachkräftemangels sei das ein Problem für die Arbeitgeber, so Russ: „Dann gucken sich die Azubis während dieses Jahres woanders um und wechseln womöglich in die Privatwirtschaft, die mehr bezahlt.“ Eine feste Zusage für eine unbefristete Übernahme habe eine wichtige „psychologische Wirkung“. Gerade im öffentlichen Dienst, denn derzeit werde nirgendwo mehr befristet als dort. „Ich erwarte, dass die Arbeitgeber am 13. März ein Angebot auf den Tisch legen“, so Russ. „Ansonsten wird der Konflikt auf die Straße verlagert.“

 

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