• Das Foto ist eine Grafik: Eine Frau sitzt auf dem Viertel einer Uhr, was symbolisiert, dass sie in Teilzeit arbeitet. Sie arbeitet am Laptop.

dbb frauenvertretung berlinTeilzeit ist kein Randproblem

Gerade für Frauen ist Teilzeit oft die einzige Möglichkeit, Arbeit, Familie und Pflege miteinander zu vereinbaren. Allerdings ist die Teilzeit selbst gar nicht das Problem.

Noch nie waren so viele Frauen wie heute berufstätig. Fast jede zweite von ihnen arbeitet in Teilzeit. Der Frauenanteil an den Teilzeitbeschäftigten beträgt rund 77 Prozent. 

Das zeigt: Teilzeit sei kein individuelles Problem, sondern Konsequenz einer Arbeitswelt, die für viele Menschen kaum mit Familie, Pflege und Privatleben vereinbar ist, hat die dbb Landesfrauenvertretung festgestellt. 

Gerade im öffentlichen Dienst stiegen Arbeitsverdichtung und Belastung seit Jahren. Trotz hoher Motivation könnten viele eine Vollzeitbeschäftigung nicht mehr leisten. Teilzeit dürfe deshalb nicht zu einem Karriereknick führen. Wer in Teilzeit arbeitet, müsse auch weiterhin Zugang zu Qualifizierung, Entwicklung und Aufstiegsmöglichkeiten haben, fordern die dbb frauen. Teilzeit muss ein Sprungbrett sein – auch zurück in Vollzeit. 

Teilzeit stärken bedeutet Gleichstellung stärken

Das eigentliche Problem sieht die dbb Landesfrauenvertretung berlin allerdings weniger in der Teilzeit selbst, als in Arbeitsbedingungen, die Menschen in Teilzeit drängen und gleichzeitig Fachkräfte verschleißen. 

Wer Teilzeit stärkt, stärkt Familien, Gleichstellung und einen modernen öffentlichen Dienst. Und wer Vereinbarkeit ernst nimmt, stärkt am Ende unsere Demokratie. 

Um die skizzierte Teilzeitproblematik zu untermauern, wird das hauptstadt magazin in mehreren Folgen ab der nächsten Ausgabe Praxisberichte aus verschiedenen Verwaltungen veröffentlichen.

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