• Gruppenfoto von vier Frauen, die in die Kamera schauen. Es handelt sich um dbb frauen-Chefin Milanie Kreutz, Forschungsministerin Dorothee Bär, Dr. Anja Weisgerber MdB und Gesundheitsministerin Nina Warken
    Bildergalerie
    v.L.: Forschungsministerin Dorothee Bär, dbb frauen-Chefin Milanie Kreutz, Dr. Anja Weisgerber MdB (stv. Vorsitzende der BT-Fraktion der CDU/CSU) und Gesundheitsministerin Nina Warken.
  • Foto von einer Podiumsdikussion
    Paneldiskussion zum Thema "Frauen, Gesundheit und Prävention"
  • Gruppenfoto von zwei Frauen und einem Mann
    v.L. Milanie Kreutz (ddb frauen-Chefin), Dr. Anja Weisgerber MdB (stv. Vorsitzende der BT-Fraktion der CDU/CSU) und Autor Dr. Johannes Wimmer
  • Foto eines Programmzettels einer Veranstaltung
    Das war das Programm des Ladie's Circle

Gender Health GapWer Frauengesundheit vernachlässigt, zahlt doppelt

Das Gesundheitssystem vernachlässigt immer noch die speziellen Bedürfnisse von Frauen. Gemeinsam mit Politik und Wissenschaft suchen die dbb frauen nach Lösungen.

Im „Ladie’s Circle“ der CDU/CSU-Fraktion tauschte sich Milanie Kreutz, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, mit Abgeordneten und Wissenschaftlerinnen zum Gender Health Gap aus. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und Bundesforschungsministerin Dorothee Bär sprachen sich auf der Veranstaltung dafür aus, Gender Health zu Schwerpunkten in ihren Häusern zu machen. Kreutz begrüßte am 26. Mai 2026 die Unterstützung von höchster Ebene: „Es ist wirklich vorbildlich, wie hier gleich zwei Bundesministerien gemeinsam an einem Thema arbeiten, das viel zu lange unterschätzt wurde. Genau diese Zusammenarbeit braucht es, wenn Frauengesundheit endlich strukturell ernst genommen werden soll.“

Frauen haben zu funktionieren 

Der Gender Health Gap zeige sich nicht nur in späteren Diagnosen oder unzureichend erforschten Krankheitsbildern, sondern auch in der Lebensrealität vieler Frauen, erklärte Kreutz. „Frauen haben oft weiter zu funktionieren, obwohl sie krank sind. Denn Sorgearbeit, Pflege oder Familienorganisation pausieren nicht einfach. Viele kurieren sich deshalb gar nicht richtig aus.“ Das sei kein individuelles Problem, sondern ganz klar gesellschaftliches Versagen.  

Kreutz weiter: „Darüber müssen wir sprechen. Wer Frauengesundheit vernachlässigt, zahlt doppelt: menschlich und volkswirtschaftlich. Jeder Ausfall von Frauen zeigt, wie systemrelevant ihre Gesundheit ist. Das ist auch relevant für den Fachkräftemangel. Wenn Frauen ausfallen, weil Erkrankungen zu spät erkannt oder nicht ernst genommen werden, hat das längst auch wirtschaftliche Folgen.“  

Prävention darf nicht nur ein Schlagwort bleiben 

Es reiche nicht aus, wenn Frauen im Gesundheitssystem nur mitgedacht werden. „Ihre Lebensrealität muss endlich Ausgangspunkt von Forschung und Versorgung werden. Gerade Prävention darf kein Schlagwort bleiben“, forderte die dbb frauen-Chefin. „Denn sie ist der Schlüssel, damit Frauen gar nicht erst in die Situation kommen, zwischen Gesundheit und Verantwortung wählen zu müssen.“ 

Für die Zukunft müsse der Gender Health Gap vollständig beseitigt werden. „Das wird ein Gradmesser für Gerechtigkeit in unserem System sein. Und genau so muss die Politik es auch behandeln.“ 

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