IAB-Studie bestätigt:Kinderbetreuung stärkt Frauen und sichert Fachkräfte
Eine aktuelle Studie zeigt die positive Wirkung der öffentlichen Kinderbetreuung für die Erwerbstätigkeit von Müttern. Dieser Effekt muss verstärkt werden.
Milanie Kreutz, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung und stv. dbb Bundesvorsitzende betonte am 11. September 2026: „Wenn Kinderbetreuung verlässlich funktioniert, profitieren Familien, Arbeitgeber und die gesamte Gesellschaft.“ Die Studie bestätige damit im Grunde das, worauf die dbb frauen sowie viele andere Frauenorganisationen seit Jahren immer wieder hinweisen: Eine verlässliche und qualitativ gute Kinderbetreuung ist eine zentrale Voraussetzung für die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen und die gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsmarkt.
Bundesweit fehlen aber weiterhin rund 300.000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. Kreutz: „Wer über Gleichstellung und Fachkräftesicherung spricht, darf nicht bei der Kinderbetreuung sparen. „Gute Betreuungsangebote sind eine Investition in die Zukunft von Familien und in die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen.“
Diese Vorteile hat der Ausbau der öffentliche Kinderbetreuung für Mütter:
- Mütter kehren häufiger und früher in den Beruf zurück.
- Die Erwerbseinbußen von Müttern werden reduziert
- Auch Jahre später erzielen Mütter höhere Einkommen und sind häufiger in Vollzeit sowie in regulärer Beschäftigung tätig.
„Die Studie zeigt sehr deutlich: Frauen erhalten bessere Chancen, ihren beruflichen Weg nach der Geburt eines Kindes fortzusetzen, wenn sie Zugang zu entsprechenden Betreuungsmöglichkeiten hatten“, unterstrich die dbb frauen-Chefin. „Gute Kinderbetreuung ist ein wichtiger Baustein für mehr Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt und bessere Chancen für Frauen im Berufsleben.“
Frühkindliche Betreuung ist mehr als eine familienpolitische Leistung
Die Ergebnisse bestätigen eine langjährige Forderung der dbb bundesfrauenvertretung: „Wer die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen stärken will, muss Familien verlässliche Betreuungsangebote zur Verfügung stellen“, erklärte Kreutz. Solch ein Angebot könne zudem Familien die Entscheidung für weitere Kinder erleichtern.
Für die dbb frauen-Chefin ist klar: „Frühkindliche Betreuung ist weit mehr als eine familienpolitische Leistung. Sie ist ein zentrales Instrument der Familien-, Gleichstellungs- und Arbeitsmarktpolitik. Sie verbessert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, stärkt die Fachkräftesicherung und trägt dazu bei, geschlechtsspezifische Ungleichheiten am Arbeitsmarkt abzubauen.“





