dbb m-v LandesfrauenvertretungLandesregierung beschließt neues gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm
Mit dem neuen Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramm (GRP) setzt die Landesregierung ein deutliches Zeichen für mehr Chancengleichheit.
Die Landesregierung Mecklenburg‑Vorpommern hat am 3. März 2026 das neue gleichstellungspolitische Rahmenprogramm (GRP) beschlossen. Ziel des Programms ist es, die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen weiter voranzubringen – ein zentraler Baustein demokratischer Teilhabe.
Bei der Auftaktveranstaltung am 10. April dankten Jacqueline Bernhardt, Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, sowie die Landesgleichstellungsbeauftragte Kerstin Weiss allen, die an der Erarbeitung des Programms beteiligt waren. Unter den Gästen war auch die Vorsitzende der Landesfrauenvertretung des dbb m‑v, Brigitte Schroeder.
So funktioniert das GRP
In einem dreijährigen Prozess haben engagierte Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Verwaltung, Gewerkschaften, Netzwerken, Universitäten und Hochschulen in Gleichstellungswerkstätten und Unterarbeitsgruppen insgesamt 131 Maßnahmen entwickelt. Diese umfassen die Bereiche Bildung, Gesundheit, Arbeitswelt, Sicherheit, Mobilität, Ehrenamt, Kultur, Stadtplanung und Kommunalpolitik. Das GRP ist zudem eng mit anderen Landesprogrammen verknüpft, darunter der Landesaktionsplan.
Die Umsetzung des Programms wird durch ein ressortübergreifendes Gremium begleitet. Dieses bewertet jährlich den Fortschritt, legt nach zweieinhalb Jahren eine Zwischenbilanz vor und nach fünf Jahren eine umfassende Prüfung und Fortschreibung.
Alle im GRP M‑V benannten Maßnahmen – einschließlich der Prüfaufträge – sowie alle daraus möglicherweise abgeleiteten Maßnahmen sind im Rahmen der in den jeweiligen Einzelplänen verfügbaren Haushaltsmittel und Stellen umzusetzen. Sie stehen unter dem Vorbehalt der Haushaltsmittel gemäß Haushaltsplan 2026/2027 sowie der mittelfristigen Finanzplanung der umsetzenden Behörden.
Die Landesfrauenvertretung des dbb m‑v bewertet den GRP als ein wichtiges Instrument, um Gleichstellung strukturell zu stärken. Voraussetzung dafür ist, dass Politik, Verwaltung und Kommunen die Verantwortung für die Umsetzung nun gemeinsam tragen.





