DPVKOM Frauenvorstand Nord-OstWie deeskaliere ich gefährliche Situationen am Arbeitsplatz?
Auch in diesem Jahr lud der Frauenvorstand des Regionalverbandes Nord-Ost die weiblichen Mitglieder des Regionalverbands zu einem Seminar in Handeloh ein.
Dieser Einladung folgten Kolleginnen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Post. Die dreitägige Schulung stand diesmal unter dem Motto „Deeskalation und Eigenschutz“.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es auch gleich mit dem Thema Deeskalation los. Gerade dieser Punkt führte zu sehr informativen Gesprächen unter den Kolleginnen. Hierbei gab es Einblicke in die einzelnen Arbeitsbereiche und die damit verbundenen Herausforderungen. So können tägliche Arbeitssituationen mit Kunden im Bereich der Zustellung oder auch mit Kollegen im Brief- oder Paketzentrum schnell schon mal eskalieren und „gefährlich“ werden.
Etwas tun? Schwierig. Nichts tun? Auch schwierig.
Bei Rollenspielen konnten dann alle den Einsatz von Stimme, Atem und natürlich auch von Argumenten trainieren und die eine oder andere Strategie zur Deeskalation ausprobieren. Dabei wurde auch auf die Körperhaltung und nonverbale Signale geachtet. Es wurde allen klar, wie wichtig es ist, die eigene Wahrnehmung zu schulen und den Eigenschutz nicht zu vernachlässigen. Anschließend wurde eine per Video dokumentierte Konfliktsituation eines Zustellers mit Kunden eingehend betrachtet und detailliert analysiert.
Um sich besser auf stressige Situationen einstellen zu können und den Körper und die Seele in „Balance“ zu bringen, gab es am letzten Seminartag eine kurze „Auszeit“. Die kleine Übung „5 Minuten einfach mal nichts tun“ – vor allem das Handy zu ignorieren – fiel nicht jedem leicht. In dieser Seminareinheit lernten die Teilnehmerinnen dann, wie Resilienz und Widerstandskraft in Alltagssituationen entwickelt und trainiert werden können.
Verfasserinnen: Silke Friedrich / Anke Jakob
Dieser Artikel erschien zuerst im DPVKOM Magazin (Ausgabe 04/2026)






